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Wichtige Pflanzenfamilien

Betrachtet man verschiedene Pflanzen, fällt auf, dass sich manche Arten sehr ähnlich sehen. Einige Pflanzen gleichen sich sogar in mehreren Merkmalen. Pflanzen sind ursprünglich aus wenigen einfachen Formen hervorgegangen. Deshalb sind Pflanzen, die gleiche Merkmale, wie zum Beispiel die Blütenformel, aufweisen, häufig miteinander verwandt. Nicht alle Ähnlichkeiten deuten aber auf Verwandtschaft hin. Denn Ähnlichkeiten können auch durch Anpassung an besondere Umweltbedingungen entstanden sein.

Um einen Überblick über das Pflanzenreich zu erhalten, wurden und werden Pflanzenarten von anderen Arten abgegrenzt beschrieben und in ein System eingeordnet. Neben optischen Merkmalen steht aber vor allem die genetische Verwandtschaft im Zentrum.

Nah verwandte Pflanzen fasst man zu Gattungen zusammen, verwandte Gattungen zu Familien.

 > Pflanzenkunde – Systematik

Die meisten Nutzpflanzen, die wir in unseren Gärten und Äckern kultivieren, finden sich in wenigen Familien und sind daher häufig miteinander verwandt.

Doldenblütler (Apiaceae)

Krautige Pflanzen mit mehrfach geteilten Blättern, Blüten stehen in Dolden, die als schirmartige Gesamtblüte erscheinen, typischer Geruch von ätherischen Ölen. Zur Familie der Doldenblütler zählen viele wichtige Kulturpflanzen wie Karotten (Daucus carota subsp. sativus) oder Fenchel (Foeniculum vulgare).

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Doldenblütler sind:

  • Anis
  • Bärenklau
  • Dill
  • Engelwurz
  • Karotten
  • Kümmel
  • Pastinake
  • Petersilie
  • Sellerie

Korbblütler (Asteraceae)

sind Kräuter oder Stauden mit körbchenförmigem Blütenstand, der aus Röhrenblüten und/oder Zungenblüten zusammengesetzt ist und wie eine einzige grosse Einzelblüte wirkt. Teilweise sondern sie Milchsaft (v. a. Arten mit nur Zungenblüten) ab. Korbblütler sind eine sehr artenreiche Pflanzenfamilie, zu der wichtige Kulturpflanzen wie verschiedene Formen des Gartenlattichs (Lactuca sativa), also viele Salate, oder die Sonnenblume (Helianthus annuus) zählen.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Korbblütler sind:

  • Ackerkratzdistel
  • Arnika
  • Artischocke
  • Aster
  • Edelweiss
  • Gänseblümchen
  • Gartensalat
  • Huflattich
  • Kornblume
  • Schwarzwurzel
  • Sonnenblume
  • Topinambur
  • Wegwarte

Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Kreuzblütler sind meist Kräuter oder Stauden. Ihre Blüten haben vier Blütenblätter, die in Form eines Kreuzes stehen. Zur Familie der Kreuzblütler zählen viele wichtige Kulturpflanzen wie Kulturformen des Gemüsekohls (Brassica oleracea), Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) oder Raps (Brassica napus subsp. napus).

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Kreuzblütengewächse sind:

  • Acker-Hellerkraut
  • Brunnenkresse
  • Hirtentäschelkraut
  • Knoblauchhederich
  • Kohlarten
  • Meerrettich
  • Radieschen
  • Raps
  • Rettich
  • Rüben
  • Rucola
  • Senf

Lippenblütler (Lamiaceae)

Lippenblütler sind meist Kräuter oder Stauden und selten verholzt. Sie haben eine besondere Form der Blüte mit «Ober- und Unterlippe» und sind häufig reich an ätherischen Ölen.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Lippenblütler sind:

  • Basilikum
  • Bohnenkraut
  • Gundelrebe
  • Katzenminze
  • Kriechender Günsel
  • Lavendel
  • Majoran
  • Oregano
  • Pfefferminze
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Taubnessel
  • Thymian
  • Zitronenmelisse

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Die sehr artenreiche Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosen) hat drei Unterfamilien, wovon die der Schmetterlingsblütler (Faboideae) die bekannteste ist. Die Hülsenfrüchtler sind krautige oder verholzende Pflanzen, seltener Bäume und Sträucher, mit einer Hülse als Frucht. Sie bilden Knöllchen mit Bakterien (Symbiose mit Rhizobien) an den Wurzeln, die Stickstoff fixieren, und werden deshalb auch als Gründüngung genutzt. Zu den Hülsenfrüchtlern gehören aufgrund ihres hohen Eiweissgehaltes wichtige Nutzpflanzen wie die Glycine max (Sojabohne), Arachis hypogaea (Erdnuss) oder die Pisum sativum (Erbse).

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Hülsenfrüchtler:

  • Bohnen
  • Erbse
  • Esparsette
  • Ginster
  • Horn-, Rot-, Wundklee
  • Linse
  • Lupine
  • Wicke

Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae)

Hahnenfussgewächse sind meist ausdauernde Kräuter, die selten einjährig und selten verholzt sind. Sie sind häufig eher klein mit weissen oder gelben Blüten. Typische Merkmale sind die hohe und unbestimmte Zahl der Blütenorgane und deren oft schraubige Stellung. Die Blütenmorphologie variiert innerhalb der Familie stark. Alle Hahnenfussgewächse enthalten giftiges Protoanemonin.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Hahnenfussgewächse:

  • Akelei
  • Anemone
  • Buschwindröschen
  • Christrose
  • Eisenhut
  • Hahnenfuss
  • Rittersporn
  • Scharbockskraut
  • Sumpf-Dotterblume
  • Trollblume
  • Wiesenraute
  • Winterling

Rosengewächse (Rosaceae)

Die Rosengewächse sind sehr formenreich und wachsen als krautige Pflanzen, Sträucher oder Bäume. Neben den namensgebenden Rosen (Rosa) gehören auch viele bekannte Obstarten, Beeren sowie Steinobst zu dieser Familie.

Die Früchte der Rosengewächse sind sehr vielgestaltig: Balgfrüchte wie beim Waldgeissbart (Aruncus dioicus), Nussfrüchtchen wie beim Mädesüss (Filipendula ulmaria), Sammel-Nussfrüchte wie die Walderdbeere (Fragaria vesca) oder Hundsrose (Rosa canina), Apfelfrüchte des Kernobsts wie der Kulturapfel (Malus domestica), Steinfrüchte wie die Kirsche (Prunus avium) oder Sammelsteinfrüchte wie die Himbeere (Rubus idaeus).

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Rosengewächse:

  • Aprikose
  • Bach-Nelkenwurz
  • Brombeere
  • Birne
  • Frauenmantel
  • Gänsefingerkraut
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Mandel
  • Pflaume
  • Quitte

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Die meisten Arten der Nelkengewächse werden als Zierpflanzen verwendet, und man findet sie in der gemässigten Zone der Nordhalbkugel. Sie wachsen meist ausdauernd als krautige Pflanzen und bilden eine vielsamige Fruchtkapsel.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Nelkengewächse (Caryophyllaceae):

  • Bartnelke
  • Kornrade
  • Leimkraut
  • Polsternelke
  • Prachtnelke
  • Vogelmiere

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Viele Arten der Nachtschattengewächse sind in Mittel- und Südamerika heimisch. Innerhalb dieser Familie gibt es wichtige Nutzpflanzen wie die Kartoffel (Solanum tuberosum), aber auch Zierpflanzen wie die Petunien (Petunia).

Alle Arten enthalten Alkaloide unterschiedlicher Art und Menge, die häufig giftig sind. Einige Arten der Nachtschattengewächse sind daher bedeutende Medizin-, Rausch- und Kultpflanzen. Nachtschattengewächse wachsen meist als krautige Pflanzen und verholzen selten. Die Früchte der Nachtschattengewächse sind meistens Beeren oder Kapselfrüchte.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Nachtschattengewächse:

  • Aubergine
  • Giftbeere
  • Schwarzes Bilsenkraut
  • Schwarzer Nachtschatten
  • Stechapfel
  • Schwarze Tollkirsche
  • Tomate

Süssgräser (Poaceae)

Die Süssgräser (Poaceae, auch Gramineae) sind eine der grössten Familien innerhalb der Blütenpflanzen und auf der ganzen Welt verbreitet. Die ein- oder mehrjährigen krautigen Pflanzen wachsen rosetten- oder horstartig. Häufig haben sie Ausläufer und können damit dichte flächige Bestände bilden. Die unauffälligen Blüten der einkeimblättrigen Pflanzen werden durch den Wind bestäubt.

Viele Arten der Süssgräser gehören zu den ältesten Nutzpflanzen und sind für uns Menschen überlebenswichtig geworden. Als Tierfutter sind zahlreiche Arten wie beispielsweise Weidegras bedeutend.

Visio Permacultura Schweizer Förderstiftung / ©visio-permacultura.ch

Beispiele für Süssgräser:

  • Bambus
  • Dinkel
  • Gerste
  • Hirse
  • Knäuelgras
  • Kulturreis
  • Mais
  • Perlgras
  • Rispengras
  • Roggen
  • Schilfrohr
  • Wiesenschwingel
  • Zuckerrohr